Zum Inhalt springen
Impulse Management

Wie viel Provision nimmt eine OnlyFans-Agentur normalerweise?

5 Min. Lesezeit · Aktualisiert am 2026-09-18

Kurz gesagt

Üblich sind zwanzig bis sechzig Prozent. Zwanzig bis vierzig, wenn du den größeren Teil selbst übernimmst; fünfzig bis sechzig bei voller Betreuung einschließlich Nachrichten rund um die Uhr. Der Satz allein sagt wenig — entscheidend ist, worauf er gerechnet wird und was dafür enthalten ist.

Die Spanne ist groß, und der Prozentsatz allein sagt wenig aus. Zwei Angebote mit demselben Satz können sich in der Auszahlung deutlich unterscheiden, je nachdem, worauf gerechnet wird und was enthalten ist.

Die verbreiteten Größenordnungen

In der Praxis bewegen sich die Sätze meist zwischen zwanzig und sechzig Prozent. Grob lässt sich sagen:

  • Unter zwanzig Prozent deckt selten mehr ab als eine Teilleistung
  • Zwanzig bis vierzig Prozent ist üblich, wenn Creator einen großen Teil selbst übernehmen
  • Fünfzig bis sechzig Prozent ist üblich bei umfassender Betreuung inklusive Nachrichten rund um die Uhr – darunter lässt sich ein echtes Full-Service-Management mit eigenem Team dauerhaft kaum sauber leisten
Satz Was dafür üblicherweise enthalten ist
unter 20 % selten mehr als eine Teilleistung
20–40 % Creator übernimmt einen großen Teil selbst
50–60 % umfassende Betreuung einschließlich Nachrichten rund um die Uhr

Ein hoher Satz ist nicht automatisch schlecht und ein niedriger nicht automatisch gut. Entscheidend ist das Verhältnis von Leistung zu Anteil.

Worauf gerechnet wird

Das ist der wichtigste Punkt und wird am häufigsten übersehen.

Wird die Provision auf den Bruttoumsatz gerechnet oder auf den Betrag nach Abzug der zwanzig Prozent Plattformgebühr? Der Unterschied ist erheblich. Fünfzig Prozent vom Brutto entsprechen etwa dreiundsechzig Prozent von dem, was tatsächlich bei dir ankommt.

Frag das ausdrücklich und lass es dir schriftlich geben.

Du überlegst, mit einer Agentur zu arbeiten? Die Bewerbung dauert zwei Minuten – unverbindlich und vertraulich.

Zur Bewerbung

Was enthalten sein sollte

Kläre vor der Unterschrift, welche Leistungen der Satz abdeckt und welche extra kosten. Häufige Streitpunkte sind Werbebudgets, Kosten für Kollaborationen, Software und der Schutz vor Leaks.

Wenn Werbekosten zusätzlich anfallen, gehört in den Vertrag, wer sie freigibt und bis zu welcher Höhe.

Modelle, die du meiden solltest

Vorauszahlungen. Eine Agentur, die vorab Geld für Aufnahme, Schulung oder Ausrüstung verlangt, verdient an dir statt mit dir.

Provision auf alle Einnahmen, lebenslang. Klauseln, nach denen auch nach Vertragsende weiter kassiert wird, sind verbreitet und selten in deinem Interesse.

Kontoübertragung. Wenn das Konto auf die Agentur läuft oder du keinen eigenen Zugang mehr hast, hast du dein Geschäft abgegeben, nicht ausgelagert.

Unbestimmte Laufzeit ohne Kündigungsmöglichkeit. Ein sauberer Vertrag hat eine Kündigungsfrist, die du auch nutzen kannst.

Die Rechnung, die zählt

Nicht der Prozentsatz entscheidet, sondern der Betrag, der nach allem bei dir bleibt. Sechzig Prozent von einem verdreifachten Umsatz sind mehr als hundert Prozent von dem, was du jetzt hast.

Ebenso gilt die Gegenrichtung: Fünfzig Prozent von einem Umsatz, der sich kaum bewegt, sind schlicht eine Halbierung.

Wie du ein Angebot prüfst

Lass dir vorrechnen, welche Maßnahmen konkret geplant sind und in welchem Zeitraum sie wirken sollen. Frag nach Referenzen und danach, wie viele Creator die Agentur betreut. Und frag, was passiert, wenn die Ergebnisse ausbleiben.

Eine gute Antwort auf die letzte Frage enthält einen Ausstieg, keine Ausrede.

Ein Rechenbeispiel

Angenommen, du machst derzeit zweitausend Euro Umsatz im Monat und behältst nach der Plattformgebühr sechzehnhundert. Ein Angebot mit fünfzig Prozent auf diesen Betrag kostet dich achthundert Euro.

Damit du netto besser dastehst, muss sich der Umsatz also mehr als verdoppeln, nicht nur ein bisschen steigen. Bei einer Verdreifachung auf sechstausend Euro blieben dir nach Plattformgebühr und Provision rund zweitausendvierhundert statt vorher sechzehnhundert – und die Arbeit hinter dem Account liegt nicht mehr bei dir.

Heute allein Mit Agentur, Umsatz gleich Mit Agentur, Umsatz verdreifacht
Bruttoumsatz 2.000 € 2.000 € 6.000 €
nach Plattformgebühr (20 %) 1.600 € 1.600 € 4.800 €
Provision 50 % darauf — − 800 € − 2.400 €
bleibt bei dir 1.600 € 800 € rund 2.400 €
Arbeit am Account bei dir bei der Agentur bei der Agentur

Die mittlere Spalte ist der Fall, den niemand im Angebot zeigt: gleicher Umsatz, halbe Einnahme. Die rechte ist der Fall, für den man unterschreibt — und deshalb gehört die Frage, wie der Zuwachs entstehen soll, vor die Unterschrift.

Diese Rechnung solltest du mit deinen echten Zahlen aufstellen und dir vom Anbieter erklären lassen, über welche Maßnahmen der Zuwachs entstehen soll. Bleibt die Antwort vage, ist die Zahl es auch.

Was wir dazu sagen

Wir nennen unseren Satz offen im Gespräch, gerechnet auf den Betrag nach Plattformgebühr, und legen dar, was er abdeckt. Wenn die Rechnung für dich nicht aufgeht, ist das ein legitimes Ergebnis eines Erstgesprächs.

Einen festen Satz für alle haben wir nicht, und zwar aus einem Grund, den du nachrechnen kannst: Er hängt davon ab, wie viel Reichweite du schon mitbringst. Wer mit einem laufenden Instagram-Konto und einem Publikum kommt, bringt den Teil mit, der sonst Monate Arbeit ist — dann liegt der Satz niedriger. Wer bei null anfängt und die Reichweite erst aufgebaut werden muss, bekommt genau diese Arbeit dazu, und der Satz liegt höher.

Das ist keine Verhandlungstaktik, sondern dieselbe Rechnung von beiden Seiten: Bezahlt wird die Arbeit, die tatsächlich anfällt. Frag im Erstgespräch danach — eine Agentur, die ihren Satz nicht begründen kann, hat keinen Grund dafür.

Quellen

Offene Fragen zu deinem Fall?

Schick uns kurz deine Angaben – wir melden uns in der Regel innerhalb von 24 Stunden für ein unverbindliches, vertrauliches Erstgespräch.

Telefonnummer
Wie hast du uns gefunden? (freiwillig)

Mit dem Absenden willigst du ein, dass wir deine Angaben zur Bearbeitung deiner Anfrage verarbeiten. Näheres in der Datenschutzerklärung.

Erst wissen, was auf dich zukommt? So läuft der Start als Model

Weitere Beiträge