# OnlyFans neben dem Job in den USA: Was Arbeitgeber dürfen

> At-will heißt: Kündigung meist ohne Grund, auch wegen legaler Freizeit. Welche Staaten schützen, was in Verträgen steht, was vorher zu klären ist.

Quelle: https://impulse.management/blog/onlyfans-neben-dem-job-usa/
Stand: 2026-09-18

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**Kurz gesagt:** In den meisten US-Bundesstaaten gilt *at-will employment*: Eine Kündigung braucht keinen Grund und darf auch auf legales Verhalten in der Freizeit gestützt werden. Einige Staaten schützen Beschäftigte ausdrücklich davor, andere nicht. Dazu kommen Verhaltensklauseln in Arbeitsverträgen. Wer in den USA arbeitet und nebenbei Creator ist, sollte zuerst in den eigenen Vertrag sehen — und nicht in einen deutschen Ratgeber.

> Das hier ordnet ein und ersetzt keine anwaltliche Beratung. Das Arbeitsrecht ist in den USA Sache der Bundesstaaten, und die Unterschiede sind groß.

## Der Unterschied zu Deutschland

In Deutschland gehört die Freizeit dem Beschäftigten; ein generelles Verbot von Nebentätigkeiten ist unwirksam, und untersagt werden darf nur, was berechtigte Interessen berührt. In den USA ist die Grundregel die umgekehrte: Ohne besonderen Schutz ist das Arbeitsverhältnis jederzeit von beiden Seiten kündbar, und der Arbeitgeber muss keinen Grund nennen.

Das heißt nicht, dass jede Kündigung zulässig ist — Diskriminierung und Vergeltung für bestimmte gemeldete Missstände sind verboten. Aber „ich mag nicht, was du am Wochenende tust" fällt in vielen Staaten nicht darunter.

## Wo es Schutz gibt

Mehrere Bundesstaaten haben Gesetze zu *lawful off-duty conduct*, die genau das erfassen: legales Verhalten außerhalb der Arbeitszeit. Reichweite und Ausnahmen sind von Staat zu Staat verschieden, und einige Regelungen schützen nur bestimmte Tätigkeiten. Ob deiner dazugehört, ist eine Frage an eine Anwältin in deinem Staat — nicht an ein Forum.

## Deutschland gegen USA

| | Deutschland | USA |
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| Grundregel | die Freizeit gehört dem Beschäftigten | *at will* — kündbar von beiden Seiten, ohne Grund |
| Generelles Verbot von Nebentätigkeiten | unwirksam | in vielen Staaten möglich |
| Untersagt werden darf | nur, was berechtigte Interessen berührt | fast alles, wo kein Gesetz schützt |
| Schutz durch Gesetz | Art. 12 GG, Arbeitsrecht | einzelne Staaten mit *lawful off-duty conduct* |
| Was immer verboten bleibt | — | Diskriminierung, Vergeltung für gemeldete Missstände |

Die zweite Zeile ist der Grund, warum deutsche Ratgeber zu diesem Thema in den USA nicht taugen.

## Was im Vertrag stehen kann

**Verhaltens- oder Moralklauseln.** Verbreitet bei Arbeitgebern mit öffentlichem Gesicht, im Bildungsbereich und überall dort, wo der Ruf mitverkauft wird.

**Pflicht zur Anzeige von Nebentätigkeiten.** Sie zu übergehen ist oft der greifbarere Kündigungsgrund als die Tätigkeit selbst.

**Vertraulichkeit und Wettbewerb.** Betrifft dich nur, wenn dein Content das Unternehmen erkennbar macht — was ohnehin eine schlechte Idee ist.

## Was praktisch zu tun ist

- **Den eigenen Vertrag und das Mitarbeiterhandbuch lesen**, bevor irgendetwas online geht.
- **Keine Verbindung herstellen:** kein Firmenlogo, kein Arbeitsplatz im Bild, keine Arbeitsgeräte, keine dienstliche E-Mail-Adresse.
- **Getrennte Konten und Namen** — dieselbe Arbeit wie bei der Anonymität allgemein.
- **Bei öffentlichen Arbeitgebern, Schulen und lizenzierten Berufen** vorher rechtlich prüfen lassen. Dort sind die Fälle, die vor Gericht landen.

## Quellen

- [U.S. Department of Labor: Fair Labor Standards Act](https://www.dol.gov/agencies/whd/flsa)
- [National Conference of State Legislatures: At-Will Employment](https://www.ncsl.org/)
- [IRS: Self-Employed Individuals Tax Center](https://www.irs.gov/businesses/small-businesses-self-employed/self-employed-individuals-tax-center)
- [USCIS: Working in the United States](https://www.uscis.gov/working-in-the-united-states)
