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Worauf solltest du beim Vertrag mit einer OnlyFans-Agentur achten?

3 Min. Lesezeit · Aktualisiert am 2026-08-20

Der Vertrag ist der Moment, in dem aus Versprechen Verbindlichkeit wird, in beide Richtungen. Dieser Beitrag listet die Punkte, die du vor der Unterschrift prüfen solltest. Er ersetzt keine Rechtsberatung, gibt dir aber die richtigen Fragen mit.

Laufzeit und Kündigung

Die erste Frage an jeden Vertrag: Wie komme ich wieder raus? Seriös sind überschaubare Laufzeiten oder ordentliche Kündigungsfristen von wenigen Wochen. Vorsicht bei Bindungen über viele Monate mit automatischer Verlängerung, vor allem, wenn die Kündigung an Formalitäten hängt, die man leicht verpasst.

Ein fairer Partner bindet dich über Ergebnisse, nicht über Klauseln. Wie du seriöse Anbieter grundsätzlich erkennst, steht in einem eigenen Beitrag.

Wem das Konto gehört

Der wichtigste Einzelpunkt. Dein Account, deine Zugangsdaten, dein Eigentum, und zwar durchgehend. Verträge, die eine Übertragung des Kontos an die Agentur vorsehen oder dir den Zugang entziehen, nehmen dir dein Geschäft aus der Hand. Aus so einer Konstruktion kommst du im Streitfall kaum heraus, weil die Gegenseite buchstäblich am Hebel sitzt.

Worauf die Provision berechnet wird

Ein Prozentsatz allein sagt wenig. Entscheidend ist die Bemessungsgrundlage: vor oder nach den Gebühren der Plattform, vor oder nach Zahlungskosten, auf alle Einnahmen oder nur auf bestimmte. Zwei Angebote mit derselben Zahl können sich real deutlich unterscheiden. Was bei der Provision üblich ist, haben wir separat aufgeschrieben.

Prüfe auch, ob es neben der Provision weitere Posten gibt: Einrichtungsgebühren, Werbebudgets, Software-Pauschalen. Alles, was nicht im Gespräch genannt wurde, aber im Vertrag steht, ist ein Warnsignal.

Rechte an deinem Content

Die Agentur braucht Nutzungsrechte, um deine Inhalte zu vermarkten. Sie braucht keine zeitlich unbegrenzten, exklusiven Rechte an allem, was du je erstellt hast. Achte darauf, dass Rechte mit dem Vertragsende enden oder klar geregelt ist, was danach mit ihnen passiert.

Was nach dem Vertragsende gilt

Manche Verträge sehen vor, dass die Agentur auch nach dem Ende weiter mitverdient. Kurze Übergangsfristen können vertretbar sein, wenn die Agentur nachweislich Stammkundschaft aufgebaut hat. Eine Beteiligung ohne Enddatum bedeutet dagegen, dass du deinen alten Partner dauerhaft mitschleppst.

Exklusivität und Nebenpflichten

Verlangt der Vertrag, dass du ausschließlich über diese Agentur arbeitest? Das kann in Ordnung sein, wenn die Leistung stimmt, sollte aber an dieselbe Laufzeit gebunden sein wie alles andere. Prüfe auch Pflichten zu Content-Mengen und Verfügbarkeit: Sie sollten zu deinem Leben passen, nicht umgekehrt.

Umgang mit deinen Daten

Für die Zusammenarbeit gibst du sensible Daten aus der Hand, vom Ausweis bis zu privaten Aufnahmen. Der Vertrag sollte regeln, wer Zugriff hat, wie gespeichert wird und was bei Vertragsende gelöscht wird. Schweigt er dazu, frag nach, und beurteile die Antwort.

Die Punkte, bei denen du nicht verhandelst

Bei manchen Klauseln ist Verhandeln der falsche Weg, weil schon ihr Vorhandensein das Problem ist: Kontoübertragung an die Agentur, Vertragsstrafen für Kündigungen, Provisionen ohne Enddatum, Geldforderungen an dich vor dem Start. Wer so etwas hineinschreibt, zeigt dir, wie er denkt.

Wie wir es halten

Unser Vertrag ist jederzeit kündbar, das Konto gehört durchgehend dir, die Provision ist offen benannt und endet mit der Zusammenarbeit. Wenn du einen Vertrag einer anderen Agentur auf dem Tisch hast, sag es im Erstgespräch ruhig offen. Einordnen, was üblich ist, können wir auch dann, wenn du dich am Ende anders entscheidest.

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